Dass man im Leben auch Glück braucht, wurde einer 83-jährigen Rentnerin aus Bodenkirchen im Landkreis Landshut nachhaltig bewiesen. Am Samstag, 1. April 2017, gegen 20.20 Uhr, ging diese am Weiher an der Grundschule an der Hauptstraße spazieren und erlitt einen Schwächeanfall. Sie stürzte in den Weiher. Zufällig sah eine Nachbarin, dass eine leblose Person im Weiher treibt. Deren Mann rettete die betagte Dame schließlich mit einem Putzstock aus dem Weiher und rettete ihr damit das Leben.

Obwohl der Weiher nur knapp 1,20 Meter tief ist, gelang es der 83-Jährigen nicht das rettende Ufer zu erreichen. Vielmehr trieb sie kopfunter auf der Wasseroberfläche. Zum Glück brachte just zum selben Zeitpunkt eine Anwohnerin ihre Enkelkinder zu Bett. Dabei sah sie aus dem Fenster des ersten Stockes einen Körper leblos im Wasser treiben. Dies teilte sie aufgeregt und schreiend ihrem Mann im Erdgeschoß mit, der aber zunächst an einen Aprilscherz glaubte. Da die Tonlage seiner Frau alles andere als scherzhaft klang, rannte er ins Freie und sah ebenfalls den Körper im Wasser treiben.
Er griff sich einen Putzstock, eilte zum nahe gelegenen Weiher und zog die zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlose Frau aus dem Wasser. Am Ufer begann sie dann bereits wieder zu Atmen. Der kurz darauf eintreffende Notarzt übernahm dann die weitere Behandlung. Mit dem Rettungswagen wurde die Frau dann mit einer starken Unterkühlung ins Krankenhaus Achdorf gebracht. “ Ohne das schnelle und beherzte Eingreifen des Anwohners wäre die Frau mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ums Leben gekommen wäre.“, so Hermann Vogelgsang von der Polizeiinspektion Vilsbiburg.